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Warum gibt es Förderkreise (FK)?

Privatpersonen können nicht direkt Mitglied der Genossenschaft Oikocredit werden. Sie treten stattdessen einem der sieben deutschen Förderkreise bei, über den sie bei Oikocredit Geld anlegen. Das gilt auch für Vereine, Stiftungen und Gemeinden, die bei Oikocredit investieren.

Förderkreis Norddeutschland
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Mehr Kredit für die Landwirtschaft

Mehr Kredit für die Landwirtschaft

Freitag 12 Oktober 2012 15:28

In den nächsten fünf Jahren will Oikocredit den Anteil von Projektfinanzierungen außerhalb des Mikrofinanzbereichs von rund 20 auf 30 Prozent ausbauen. Insbesondere Agrarprojekte sollen finanziert werden. Oikocredit konzentriert sich dabei auf zehn Entwicklungsländer, in denen landwirtschaftliche Projekte hohes Entwicklungspotenzial versprechen.

So soll zum Beispiel die Vorfinanzierung von Exportgeschäften ausgeweitet werden. Es werden also mehr Kredite an Genossenschaften oder Firmen vergeben,die beispielsweise Kaffee, Kakao oder Baumwolle von BäuerInnen aufkaufen,um sie auf den Großmärkten zu verkaufen und zu exportieren.

„Diese Unternehmen helfen den BäuerInnen dabei, ihre Produkte auf größeren Märkten mit mehr Gewinn abzusetzen.Doch mangels ausreichender Eigenmittel können die Unternehmen die BäuerInnen oft nicht direkt bezahlen“, erklärt Florian Grohs, Direktor für Darlehen und Kapitalbeteiligungen bei Oikocredit International. „Mit einem Oikocredit-Darlehen können sie den Zeitraum zwischen dem Aufkauf der Ernte und dem Eingang des Verkaufserlöses überbrücken.“

Doch die Strategie zur Ausweitung des Oikocredit-Agrarportfolios beschränkt sich nicht darauf, mehr Kredite zu vergeben. Auch das Management der Projektpartner soll gestärkt werden, also ihre Fähigkeit, organisatorische und betriebliche Aufgaben zu bewältigen. Dazu kooperiert Oikocredit mit Organisationen wie Agriterra und ICCO, die Genossenschaften in praktischen Fragen beraten.

„Genossenschaften haben oft Schwierigkeiten mit der Finanzierung und Buchhaltung. Nehmen wir zum Beispiel eine Kooperative von KleinbäuerInnen ohne große Schulbildung, die ehrenamtlich verwaltet wird und Schwierigkeiten hat, einen erfahrenen Manager zu finden“, meint Florian Grohs. „In einem solchen Fall organisieren wir kompetente BeraterInnen, die ihnen helfen, ihr Rechnungswesen zu verbessern und erfolgreicher mit internationalen Abnehmern zu verhandeln.“

Ein weiterer Punkt ist die Umstellung auf nachhaltige Produktionsmethoden.Im Westen steigt die Nachfrage nach modernen Bioprodukten. Die meisten BäuerInnen in Entwicklungsländern arbeiten dagegen noch mit traditionellen landwirtschaftlichen Techniken, die den Bio-Standards nicht entsprechen.

„Bislang gibt es sehr wenige Bio-Höfe in Entwicklungsländern, nur etwa ein Prozent oder sogar noch weniger“, so Florian Grohs.„Daher ermutigen wir landwirtschaftliche Partner zu einem Umstieg auf biologische Landwirtschaft, wenn es möglich ist.“

Zudem sollen Schulungen und Ausbildungen die Risiken reduzieren, denen landwirtschaftliche Projekte ausgesetzt sind. „So groß das Potenzial der Landwirtschaft ist, so birgt sie auch viele Risiken“, sagt Florian Grohs. „Doch wenn wir das gegen die großen Chancen abwägen, die Lebensbedingungen von KleinbäuerInnen und ihren Familien zu verbessern, so ist klar, warum wir unsere Agrarstrategie weiter verfolgen.“

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Kontakt

Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V.
Königstraße 54
D-22767 Hamburg
workT: +49 40 9436 2800

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