Oikocredit Norddeutschland Newsletter #6
Juli 2017

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Was in Deutschland ganz selbstverständlich „scheint“, ist in anderen Teilen der Welt purer Luxus. Strom, Elektrizität, Licht. Über eine Milliarden Menschen leben ohne Elektrizität. Unter den zehn energieärmsten Ländern liegen sieben in Afrika, das geht aus dem Global Tracking Framework-Report der Weltbank hervor.

Dabei ist eine funktionierende Stromversorgung entscheidend für die Lebensqualität: Ein helles Zimmer macht es Kindern möglich, abends Hausaufgaben zu machen oder zu lesen. Ein Kühlschrank hält Lebensmittel frisch, die sonst in kurzer Zeit nicht mehr genießbar sind. Ein Telefon ist entscheidend, um ein kleines Geschäft zu eröffnen.  

Diesem Problem mit klugen Lösungen zu begegnen, hat sich der strategische Schwerpunktbereich „Erneuerbare Energien“ von Oikocredit zur Aufgabe gemacht. Ein Solarenergieprojekt aus Ghana stellen wir Ihnen im heutigen Newsletter näher vor.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und eine schöne Sommerzeit!

Foto: PEG Africa

 
Foto: Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Andreas, Schlutup

Veranstaltungen in Norddeutschland

Lübeck-Schlutup:  Altstadtfest
Sonntag, den 10. September 2017 ab 10 Uhr

Unter dem Motto ‚Slut up de Harten’ (Schließ auf die Herzen) findet das ökumenische Altstadtfest im schönen Schlutup statt. Oikocredit wird mit einem Infostand vertreten sein.  Weitere Infos...

Hamburg: Podiumsdiskussion "Solidarisch trifft Fair"
Donnerstag, den 21. September, 19 - 21 Uhr

Praktiker*innen vom Kattendorfer Hof (Solawi), von Ethiquable und GEPA (Fairer Handel) diskutieren gemeinsam mit Gerhard Bissiger von Oikocredit. Sie berichten von ihren Erfahrungen und stellen sich den Fragen nach Schnittstellen, Potentialen und Grenzen ihrer Ansätze.

Ort: GLS-Bank, Saal1, Düsternstraße 10, Hamburg. Weitere Infos...

 

Genossenschaft traf sich zur Generalversammlung in Ghana

Über 120 Mitglieder und Beschäftigte von Oikocredit aus 33 Ländern Afrikas, Asiens, Amerikas und Europas trafen sich letzten Monat in Accra in Ghana. Am 15. Juni fand dort die Generalversammlung von Oikocredit statt.

Das „Annual General Meeting“ (AGM) ist das höchste Organ der internationalen Genossenschaft. Die Veranstaltung wurde vom 12. bis 16. Juni flankiert von mehreren Konferenzen, an denen auch zahlreiche ghanaische Expertinnen und Experten aus dem Sektor des Inklusiven Finanzwesens teilnahmen. Neben einem Austausch über die Strategie und Praxis von Oikocredit ging es auch um Chancen und Entwicklungen in der Zusammenarbeit mit Ghana.

Die Generalversammlung beschloss zudem die Ausschüttung einer Dividende an die Anlegerinnen und Anleger für das Jahr 2016 in Höhe von zwei Prozent und folgte damit dem Vorschlag des Vorstandes von Oikocredit.

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Photocredits: PEG Africa

Nachhaltige Partnerschaft (Ein Bericht von Ralf Diez)

Selbstbewusst und stolz stehen Dorothee und Gidion vor ihrem Haus, als ich sie im Juni dort besuche. Seit knapp einem Jahr besitzen sie eine kleine Solaranlage. Nun haben sie Licht am Abend, eine Taschenlampe für die Nacht, eine Ladestation für das Handy und ein Radio. "Unser Leben hat sich vollkommen verändert und ist wertvoller geworden", berichtet Gidion. Der Fischer ist einer von vielen hundert Kunden, die von PEG Ghana eine Solaranlage gekauft haben. Auf Kreditbasis!

Im Zuge der Generalversammlung von Oikocredit International in Ghana nehme ich an einer Exkursion teil und besuche ein Dörfchen am Voltasee, wo die Fischerfamilie wohnt. Begleitet werden wir von einem Mitarbeiter des von Oikocredit unterstützten Solarunternehmens PEG Afrika  (rechts im Bild). Er kann uns zu Dorothee und Gideon führen, weil er alle Kreditnehmer gut kennt. Die Beiden haben ihren Kredit lange vor der Schlussrate abgezahlt und profitieren nun Tag für Tag von der Solarenergie. Bei unserem Partnerbesuch habe ich mit großer Hochachtung vor dieser Familie gestanden. Trotz schwieriger Lebensbedingungen und niedrigem Einkommen haben sie ihr Leben mutig in die Hand genommen und für Nachhaltigkeit gesorgt. PEG als Partner von Oikocredit verbessert auf diese Weise die Lebensverhältnisse von Menschen, die oft von einer Ernte bzw. einem Fischfang zum nächsten leben müssen.

 
Foto: Predafairtrade.net

Fairtrade-Partner im Fokus: Bio MangoMonkeys von PREDA

Die Früchte für die leckeren Fruchtgummiäffchen reifen auf natürliche Weise am philippinischen Carabao-Mangobaum. Mehrere tausend Kleinbauernfamilien pflegen ihre meist nur ein bis zwei Mangobäume ohne Einsatz von Chemie. Aufgrund steigender Nachfrage durch den Fairen Handel in Deutschland bepflanzen Kleinproduzenten heute Brachland mit weiteren Mangobäumen. Eine ökologisch sinnvolle Entwicklung, denn im Schatten der Bäume entstehen Ökosysteme für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Bauern sind unter dem Dach von PREDA organisiert, einer in den siebziger Jahren gegründeten Stiftung. PREDA setzt sich auch engagiert für notleidende, vor allem sexuell ausgebeutete Kinder und Jugendliche auf den Philippinen ein. Gründer Shay Cullen wurde bereits zweimal für den Friedensnobelpreis nominiert. Ein rundum unterstützungswertes Projekt!

Die MangoMonkeys sind in Weltläden oder online im Shop des Handelspartners dwp erhältlich.

 
Foto: Diakonisches Werk Schleswig-Holstein

Langjährige Treue

Kürzlich wurde dem Diakonischen Werk Schleswig-Holstein eine Ehrenurkunde von Oikocredit überreicht. Diese bekommen alle Institutionen, die über 30 Jahre Mitglied im Förderkreis sind.

Zu Übergabe fuhr Vorstandsvorsitzender Ralf Diez in die Zentrale der Diakonie in Rendsburg. Dort im Martinshaus übergab er die Urkunde mit einem Blumengruß dem Landespastor für Diakonie Heiko Nass. Dieser sowie der gesamte Vorstand der Diakonie zeigten sich beeindruckt von der vielfältigen Oikocredit-Arbeit.

 
Foto: Pixabay

Kiel, wir kommen!

Ab Oktober wird Oikocredit viel Gesicht in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt zeigen. Dann heißt es: 12 Monate, 12 Oikocredit-Veranstaltungen. Ins Gespräch kommen möchten wir mit bestehenden Mitgliedern aus der Region Kiel, aber auch mit Menschen, die die Arbeit von Oikocredit noch nicht kennen. Wir freuen uns darauf!

 

Schon 190.000 Mal angeschaut

Bewegte Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte.  Das haben sich auch unsere Oikocredit-Kollegen aus Österreich gedacht. In einem kurzen, unterhaltsamen Youtube-Spot erklären sie das Prinzip der nachhaltigen Geldanlagen von Oikocredit. Spot ab, hier!

 
Foto: PEG Africa

Der Junge im Bild

Eine Lampe des „Solar Home System“ von PEG Africa erhellt das Haus einer siebenköpfigen Familie in Sege, einem ländlichen Gebiet 100 Kilometer östlich von Accra, Ghana. Seit 2016 ist PEG Africa ein Partner von Oikocredit.

 

Oikocredit Förderkreis Norddeutschland e.V. - Königstraße 54- 22767 Hamburg - Email: norddeutschland@oikocredit.de